Schulheim Kronbühl

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Start Verein Gründungsgeschichte

Zur Gründungsgeschichte

Am 4. Juli 1931 bildeten fünf Männer ein Initiativkomitee zur Gründung eines Heims zur Förderung Mehrfachbehinderter. Es sollte ein Heim «auf gemeinnützigem christlichem Boden» für Kinder aller Konfessionen aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz sein.

Die Räume im «Lutz'schen Knabeninstitut» an der Arbonerstrasse in Kronbühl wurden gemietet, und am 8. Oktober 1931 zog das erste Kind ein. Bis 1932 war der Kinderbestand bereits auf 20 angewachsen.
Schon im zweiten Jahr wurde dem Heim eine Bundessubvention und einzelne Gemeindebeiträge zugesprochen.
Die «Vereinigung Gebrechlichenheim Kronbühl» wurde 1934 gegründet. Die Liegenschaft in Kronbühl konnte dank Sammlungen der Ortsvertretungen und durch andere Gaben erworben werden. 1938 stieg die Zahl der Betreuten auf 40, 1944 wurde mit 50 ein vorübergehender Höhepunkt erreicht. Mehrfachbehinderung blieb das gemeinsame Merkmal.
Baulich wurde die Liegenschaft schrittweise den Bedürfnissen angepasst und reichliche Gabeneingänge gestatteten den Innenausbau.

1960 tritt die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) in Kraft. 1970 betragen die Kosten für einen Aufenthaltstag Fr. 58.92. Wartelisten entstehen. Es werden fast nur noch schwerstbehinderte Kinder eingewiesen. Mit geringem baulichem Aufwand entstehen zwei neue Gruppenwohnungen im Hauptgebäude. Bauliche Hindernisse wie Stufen und schmale Türen gehören zum Alltag. Die Räume sind zu klein und nicht rollstuhlgängig.

1972 wird das «Gebrechlichenheim» umbenannt zum «Schulheim Kronbühl».

1988 konnte auf dem Areal der Kantonalen Psychiatrischen Klinik in Wil ein Gebäude gemietet werden für die Führung einer Wohngruppe mit schulentlassenen Jugendlichen des Schulheimes Kronbühl.

Ende der achtziger Jahre wurde ein Gesamtprojekt mit Schulheim und Wohnheim für Erwachsene den staatlichen Stellen eingereicht. 1992 erteilte das Erziehungsdepartement des Kantons St.Gallen dem Verein Schulheim Kronbühl die Bewilligung für die Detailplanung zur Erstellung eines neuen Schulheims Kronbühl mit Baubeginn Frühjahr 1996. Das Erwachsenenwohnheim sollte zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.

1993 konnte die Wohngruppe in Wil in das Beschäftigungswohnheim in Schwarzenbach einziehen. 1996 wurde in St.Gallen eine weitere Wohngruppe für junge Erwachsene eröffnet.

Im März 1999 konnte der Neubau (1. Bauetappe) für das Sonderschulheim bezogen werden. Das Gebäude des Sonderschulheimes ist zu einer einzigartigen Kombination von Internat, Sonderschule und Therapiezentrum geworden. Von 2000 bis 2007 befand sich in einer der Wohnungen im Neubau eine Gruppe des Erwachsenenwohnheims mit fünf Wohnplätzen.

Dem Bewilligungsantrag für den Neubau eines Beschäftigungswohnheimes (2. Bauetappe), vor allem für schulentlassene Jugendliche des Sonderschulheimes, wurde von den staatlichen Stellen im Frühjahr 1999 stattgegeben.
Im August 2007 wurde der Neubau des Beschäftigungswohnheims an der Romanshornerstrasse mit 24 Wohnplätzen bezogen.